Abschlussevaluierung des Globalvorhabens „Anpassung an den Klimawandel im Gesundheitssektor“: Der Klimawandel könnte die größte Bedrohung der globalen Gesundheit im 21. Jahrhundert werden. In der internationalen Diskussion wird zwischen Maßnahmen zur Minderung (Reduktion von Treibhausgasemissionen) und Maßnahmen zur Anpassung unterschieden. Anpassung zielt darauf ab, die Anfälligkeit gegenüber den Auswirkungen der Klimaänderung zu verringern. Das Globalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel im Gesundheitssektor“ (Laufzeit: April 2013 bis Juni 2016) entwickelt und unterstützt in ausgewählten Partnerländern die Implementierung innovativer Anpassungskonzepte, fördert die internationale und regionale Vernetzung und Kapazitätsstärkung und berät die Bundesregierung im Hinblick auf die Ausrichtung der deutschen EZ und der deutschen Position in internationalen Prozessen. Da das Vorhaben im Juni 2017 ausläuft, findet im Zeitraum Januar bis März 2017 eine Abschlussevaluierung statt. Teamleiter ist iSPO-Gesellschafter Klaus-Peter Jacoby. Die Ergebnisse der Evaluierung beinhalten Empfehlungen, in welcher Form die Thematik in anderen Sektorvorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit weitergeführt werden soll.

Unterstützung des wirkungsorientierten Monitorings: NAMA Support Project für Klimafreundlichen Kaffee aus Costa Rica. Das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Entwicklungszusammenarbeit durchgeführte Projekt unterstützt den klimafreundlichen Kaffeeanbau in Costa Rica durch Beratung, Finanzierung kleinerer Investitionen und Technologietransfer. Das Vorhaben wird aus der NAMA Facility finanziert, einem gemeinsamen Programm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit dem Department for Business, Energy and Industrial Strategy (BEIS). iSPO unterstützt das NAMA Support Project in Costa Rica bei der Qualitätssicherung des wirkungsorientierten Monitorings, auf dessen Grundlage z.B. Aussagen über den sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen der angestoßenen Klimaanpassungsmaßnahmen getroffen werden sollen (zuständiger Mitarbeiter: Klaus-Peter Jacoby, Zeitraum: September/Oktober 2016).

Prüfung eines neuen Sektorvorhabens der GIZ GmbH unter dem Arbeitstitel „Universelle, soziale Absicherung im Krankheitsfall verwirklichen – Achieving Universal Health Coverage (UHC)“: Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH fördert und entwickelt Ansätze für nachhaltige, solidarische Finanzierungssysteme zur universellen sozialen Absicherung im Krankheitsfall. Gegenwärtig werden die Themenfelder der sozialen Absicherung im Krankheitsfall und der Gesundheitssystemstärkung von unterschiedlichen Sektor- bzw. Globalvorhaben bearbeitet. Um vorhandene Ansätze und Instrumente besser aufeinander abstimmen zu können, ist ihre Zusammenführung in einem gemeinsamen Neuvorhaben geplant. Dieses soll daraufhin ausgerichtet werden, einen möglichst wirksamen Beitrag zu den gesundheitsbezogenen Sustainable Development Goals zu leisten. iSPO ist mit einem Gutachter (Klaus-Peter Jacoby) an der Prüfmission beteiligt, in deren Rahmen die konzeptionellen Grundlagen für das Vorhaben und ein Programmvorschlag an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) formuliert werden.

Projektevaluierung der Maßnahme “Unterstützung des Gesundheitssektorprogramms” der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch: Das Vorhaben unterstützt unter anderem das Gesundheitsministerium beim weiteren Ausbau eines im Rahmen von Vorläuferprojekten eingeführten Gesundheitsinformationssystems. Bereits heute verfügt Bangladesch über die umfangreichste Anwendung der in 47 Ländern verwendeten District Health Information Software (DHIS2). Weitere Handlungsfelder des Vorhabens befassen sich mit der Umsetzung der nationalen Gesundheitsfinanzierungsstrategie (u.a. Einführung von Mechanismen zur sozialen Absicherung im Krankheitsfall) und Implementierung von Qualitätsmanagement-Systemen auf der Ebene von Gesundheitseinrichtungen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit dem Gesundheitssektor in Bangladesch läuft im Juni 2016 aus. Es handelt sich somit um eine Schlussevaluierung.

Projektevaluierung des Programms “Entwicklung des Gesundheitssektors” der deutsch-kenianischen Entwicklungszusammenarbeit: Von Februar bis voraussichtlich Mitte 2016 ist iSPO an der Durchführung einer Projektevaluierung eines Vorhabens der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im kenianischen Gesundheitssektor beteiligt. Koordinator des aus mehreren kenianischen und deutschen Gutachtern bestehenden Evaluierungsteams ist iSPO-Mitarbeiter Klaus-Peter Jacoby. Das Vorhaben unterstützt verschiedene staatliche und nicht-staatliche Akteure im kenianischen Gesundheitssektor mit dem Ziel einer verbesserten Abdeckung mit qualitativ hochwertigen Basisgesundheitsdiensten, insbesondere für arme Bevölkerungsgruppen und für Angehörige des informellen Sektors. Das Vorhaben unterstützt die Partner unter anderem bei der Schaffung von Grundlagen für eine soziale Krankenversicherung, der Etablierung und Umsetzung von Qualitätsstandards für Gesundheitsdienste sowie der Stärkung lokaler Gesundheitsverwaltungen in ausgewählten Bezirken.

Prüfung der „Wasserversorgung und Abwasserversorgung, Ägypten“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Das Programm unterstützt die ägyptischen Reformbemühungen im Wassersektor in drei Handlungsfeldern: auf der nationalen, ministeriellen Ebene, in den Wasser- und Abwasserbetrieben der Gouvernorate sowie in informellen städtischen Siedlungen und unterversorgten ländlichen Siedlungsgebieten. Der politische Umschwung und die instabile Lage im Land führten jedoch zu einer Verlangsamung der Reformbemühungen. Vor diesem Hintergrund ist im November 2016 eine Projektprüfung zur Anpassung der Projektkonzeption vorgesehen. iSPO (Gutachter: Klaus-Peter Jacoby) ist mit der Teamleitung der Prüfmission und der Formulierung eines angepassten Programmvorschlags betraut.

Prüfung eines Neuvorhabens der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Liberia / Westafrika: „Post-Ebola Gesundheitssystemstärkung und Epidemie-Prävention“: Während des jüngsten und bislang umfangreichsten Ebola-Ausbruchs in Westafrika erkrankten nach Angaben der WHO fast 30.000 Menschen, die Zahl der Todesfälle wird auf über 10.000 geschätzt. Es hat sich gezeigt, dass die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder nicht in der Lage waren, die Epidemie rechtzeitig zu erkennen und dann wirksam einzugrenzen. Daraus ergibt sich für die deutsche EZ die Konsequenz, durch die Unterstützung eines systemischen Ansatzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung auch die Vermeidung künftiger katastrophaler Ausbrüche zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund nimmt iSPO im September und Oktober 2015 teil an der Prüfung eines Neuvorhabens zur Gesundheitssystemstärkung und Epidemie-Prävention in Liberia. Das Vorhaben wird komplementär zu dem ebenfalls von iSPO beratenen Neuvorhaben zur Implementierung von auf Infektionskrankheiten spezialisierten Gesundheitsstationen („Severe Infection Treatment Units“) arbeiten. Beteiligte Mitarbeiter in beiden Fällen: Corinna Witte und Klaus-Peter Jacoby).

Von August bis Oktober 2015 ist iSPO an der Durchführung einer Projektevaluierung des Programms „Nachhaltige Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Stadtrandgebieten (PERIAGUA)“ der deutsch-bolivianischen Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor beteiligt (beteiligter Mitarbeiter: Klaus-Peter Jacoby). Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung in überwiegend von armen Bevölkerungsschichten bewohnten Stadtrandgebieten, v.a. im Hinblick auf die Verbesserung der Trinkwasserqualität, den Zugang zu Abwassernetzen und den nachhaltigen Betrieb der Abwasserinfrastruktur (z.B. Rehabilitierung von Kläranlagen). Die Evaluierung von PERIAGUA bezieht sich auf den aktuellen, im Juni 2016 auslaufenden Förderzeitraum und ist verbunden mit der Prüfung eines daran anschließenden Folgevorhabens.