iSPO untersucht den Stand der Qualitätsentwicklung in kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen: Von 2012 bis 2017 hat die Bundesinitiative Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein umfassendes Programm zum Auf- und Ausbau präventiver Versorgungsstrukturen für (werdende) Familien durchgeführt. Die Bundesinitiative Frühe Hilfen wird durch die im Januar 2018 gestartete Bundesstiftung Frühe Hilfen fortgesetzt. Bis 2017 wurden in Deutschland im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen nahezu flächendeckend Netzwerke Frühe Hilfen auf- und ausgebaut. In ihnen arbeiten sektorenübergreifend vernetzt Fachkräfte und Institutionen des Gesundheitswesens, der Kinder- und Jugendhilfe, der Schwangerschaftsberatung und Frühförderung sowie Ehrenamtliche in regionalen Netzwerken Frühe Hilfen zusammen. Ziel ist, Familien – insbesondere in belasteten Lebenslagen – spezifische Hilfen anzubieten, um hierdurch das gesunde Aufwachsen von Kindern zu fördern und zu sichern. Die Kommunalen Netzwerke Frühe Hilfen werden vom 2007 gegründeten Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH, in Trägerschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – BZgA – in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut) in vielfältiger Weise fachlich unterstützt. Ein wichtiger Aspekt ist die Unterstützung im Bereich der Qualitätsentwicklung. U.a. hat das NZFH (neben zahlreichen anderen Materialien) hierzu 2016 einen „Qualitätsrahmen Frühe Hilfen“ veröffentlicht. Im Auftrag des NZFH führt iSPO eine bundesweite Recherche und Befragung durch. Leitfrage der Untersuchung ist, in welcher Weise, welchem Umfang und mit welchen Schwerpunktsetzungen die kommunalen Netzwerke Frühe Hilfen Qualitätsentwicklung umsetzen. Zusätzlich werden die für Qualitätsentwicklung relevanten Gesetze und Vorgaben zusammengestellt und systematisch aufbereitet.

Aktionsprogramm Jugendhilfe – Schule – Beruf: Wissenschaftliche Begleitung durch iSPO seit 2005 und auch in 2018: Der Landkreis Saarlouis hat das iSPO-Institut beauftragt, das Aktionsprogramm „Jugendhilfe – Schule – Beruf“ auch in 2018 wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. Leitziel des Programms ist die Verbesserung der schulischen und beruflichen Chancen von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Insgesamt 13 „Module“ (Einzelprojekte) von 8 verschiedenen Trägern arbeiten unter dem Dach des Aktionsprogramms mit jeweils spezifischer Aufgabenstellung am Erreichen dieses Leitziels. Im Mittelpunkt des Auftrags steht die Messung und Bewertung der Effektivität und Effizienz des Programms. Hierzu wurde 2008 ein passgenaues Zielsystem und Monitoring-Instrument zum qualitativen Wirkungscontrolling aufgebaut und implementiert.

iSPO unterstützt den Landkreis Saarlouis bei der Entwicklung eines Konzepts zur Einrichtung beruflicher Entwicklungskonferenzen: Im Rahmen des Auftrags der Wissenschaftlichen Begleitung des Aktionsprogramms Jugendhilfe – Schule – Beruf im Landkreis Saarlouis unterstützt iSPO den Landkreis bei dem Vorhaben, an weiterführenden Schulen des Landkreises berufliche Entwicklungskonferenzen einzurichten. In einem ersten Schritt entwickelt iSPO gemeinsam mit Freien Trägern ein Fach- und Umsetzungskonzept.